18. Renninger Trimmathlon 17. Juni 2007
Beim mittlerweile 18. Renninger Trimmathlon näherte sich die Teilnehmerzahl stark der magischen Zahl 400.
391 Trimm-Athleten zwischen 5 und 74 Jahren,
175 weibliche und 212 männliche Teilnehmer waren am Start. Die Strecke für Jedermann/frau
wurde von 283, die Strecke für Geübte von 108 TeilnehmerINNen absolviert.
Stuttgarter Zeitung online
Symbiose von Breitensport und Triathlon in Renningen
Renningen. In der Rangliste der beliebtesten
Freizeitsportarten liegen Schwimmen, Radfahren und Laufen weit vorne. So lag es
für die Organisatoren des Renninger Trimmathlons nahe, den Reiz des Triathlons
in einer stressfreien Form in den Breitensport zu transferieren.
Von
Bernhard Rössle
Und das klappt nach Aussage von Helmut Mutschler vom
Organisationsteam der Leichtathletikabteilung der SpVgg Renningen auch: "Wir
möchten hier auch Sportlerinnen und Sportler haben, die sich so etwas eigentlich
gar nicht zutrauen. Ich denke, das geht hervorragend. Wenn eine
Leistungssportlerin, die alles in Grund und Boden laufen könnte, hier mit ihrer
Großmutter ins Ziel läuft, wird das doch bestätigt."
Seit 15 Jahren schon
gibt es dieses Angebot von der Sportvereinigung Renningen, wobei zwischen einer
Jedermannstrecke (200 Meter Schwimmen, 9 Kilometer Radfahren, 3,4 Kilometer
Laufen) und einer solchen für Geübte (600, 27, 8,5) gewählt werden kann; die
Wechselzeiten zwischen den Teildisziplinen werden im Gegensatz zum "richtigen"
Triathlon nicht gemessen. Über 70 Prozent bevorzugen die Jedermannstrecke, was,
so Organisator Helmut Mutschler, seinen Grund hat: "Viele Eltern, die auch die
längere Strecke schaffen würden, sind auf der kurzen mit ihren Kindern
unterwegs."
Dass die Veranstaltung wirklich den Breitensportlern und
Familien vorbehalten ist, zeigt auch der Verzicht auf eine Gesamtwertung mit
Ergebnisliste, hingegen gibt es Preise für den ältesten und jüngsten Teilnehmer,
die größte Familie und die größte gemeldete Gruppe. Dazu Mutschler: "Auch diese
merkwürdigen Preise spornen die Teilnehmer an." Das kann man durchaus
bestätigen, denn da startet auf der Kurzstrecke eine Lara Kukulenz mit gerade
einmal sechs Jahren, Niklas Baret ist hier sogar als jüngster Teilnehmer noch
ein Jahr jünger, und ganz erstaunlich auch die erst siebenjährige Jasmin Davia
und der neunjährige Marcel Davia auf der langen Distanz. Am anderen Ende der
Liste finden sich Starter mit über sechzig oder gar siebzig Jahren.
So
trifft sich denn am Sonntag ein wirklich bunt gemischtes Völkchen teilweise
schon um 7.30 Uhr im Renninger Sportpark, wobei Völkchen etwas untertrieben ist,
denn immerhin 389 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen sich der
multisportlichen Herausforderung. Betreut werden sie von rund 60
Helfern.
Bei durchaus angenehmen Temperaturen wagt sich auch der
14-jährige Daniel Konz aus Heimsheim mit seiner Mutter und vielen Freunden und
Bekannten an die Startlinie oder besser gesagt auf den Startblock, denn mit dem
Schwimmen geht es ja los. Schwimmen und Radfahren sollten, so Daniel, kein
Problem sein, aber: "Das Laufen macht mir schon etwas Sorgen, die 3,4 Kilometer
sind für mich ganz schön lang." Abgesehen von ein paar Laufeinheiten im
Sportunterricht kann Daniel auch nicht von einer zielgerichteten Vorbereitung
sprechen, denn die Entscheidung zur Teilnahme fiel spontan am Vorabend aus einer
Laune heraus: "Nervös bin ich trotzdem nicht, das wird schon klappen."
Tatsächlich läuft es für den Achtklässler gemessen an den sportlichen Grundlagen
auch gut, der Kopf spielt im Sport halt doch eine nicht zu unterschätzende
Rolle, da lassen sich durchaus Trainingsrückstände kompensieren. Auch Daniel hat
hier offensichtlich seine Stärke, obwohl die eine oder andere Gehpause
einzulegen ist: "So hart war es dann doch nicht, ich bin gut
durchgekommen."
Und so sieht man am Ende lauter zufriedene Gesichter, das
ist bei "echten" Wettkämpfen nicht unbedingt die Regel. Beim Renninger
Trimmathlon gibt es eben nur Gewinner und keine Verlierer, auch wenn ein etwas
korpulenterer Teilnehmer beim Verlassen des Stadions meint: "Ich glaub, ich
werde mein Rad ein Jahr lang nicht mehr anfassen." Gelächelt hat er dabei aber
doch.
Aktualisiert: 18.06.2007, 06:05 Uhr
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Anfang - 24.03. 2007