16. Renninger Trimmathlon 12. Juni 2005

Leonberger Kreiszeitung 

Die 400er-Marke ist reif

RENNINGEN - Pünktlich um 10.45 Uhr, als im Freibad die Startzeit abgelaufen war, stand fest: Bei der 16. Auflage des Renninger Trimmathlons waren so viele Teilnehmer an den Start gegangen wie noch nie. Organisator Reinhard Bayer hatte 381 Namen auf seiner Liste.

Von Andreas Klingbeil

Es hätte kaum besser laufen können: Die Resonanz spricht klar für die Breitensportveranstaltung, die es ganz ohne Leistungsdruck möglich macht, zusammen zu schwimmen, Rad zu fahren und zu laufen. Kein Wunder, dass sich vor allen Dingen Familien von diesem Angebot angesprochen fühlen.

Die Organisation funktionierte reibungslos, die Sanitäter erlebten einen geruhsamen Sonntagvormittag, das Wetter spielte bestens mit, und auch die gesamte Atmosphäre lud zum zwanglosen Sporttreiben förmlich ein. Bayer fand dennoch ein kleines Haar in der Suppe, das für die Breitensportabteilung der SpVgg Renningen aber kein wirkliches Problem ist: "Ich hätte gern die 400er-Grenze geknackt.'' Was nicht ist, kann ja nächstes Jahr noch werden.

Dass der Trimmathlon auch von den Teilnehmern in erster Linie als Breitensportveranstaltung angesehen wird, belegt die Tatsache, dass rund 80 Prozent die Jedermann-Strecke (200 Meter schwimmen/neun Kilometer Rad fahren/3,4 Kilometer laufen) wählten. 91 Teilnehmer stellten sich den Anforderungen für Geübte (600/27/8,5). Die Nachwuchssportler (unter 18 Jahre) waren mit 168 gegenüber 213 Erwachsenen vertreten.

Auch das Altersspektrum war breit gestreut. Der vierjährige Renninger Nils Hartmann ging als Jüngster an den Start, Dieter Kuhn durfte sich als Ältester feiern lassen. Der Leonberger ist 64 Jahre alt. Als größte Gruppe trug sich wie im Vorjahr Udos Freizeitclub mit 49 Startern in die Teilnehmerliste ein. Dahinter folgten die Crazy Lazy Ghostswimmers (44).

 

Kreiszeitung Böblinger Bote

Ein Fest für die ganze Familie

Renningen - Genau 381 Breitensportler, so viele wie noch nie, waren am Sonntag beim 16. Renninger Trimmathlon dabei.

Bereits eine halbe Stunde vor Meldeschluss war die alte Rekordmarke von 355 Teilnehmern überschritten. Das optimale Wetter und die bekannt gute Organisation - 60 Helfer hatte Trimmathlon-Macher Reinhard Bayer auf die Beine gebracht - trugen einen guten Teil dazu bei. Bayer staunte wieder einmal nicht schlecht, als die Ersten schon eine Viertelstunde vor Meldebeginn vor dem Wettkampfbüro standen. Ganz eilig hatte es Bäcker Wagner aus Renningen. Er hatte schon um halb neun alle drei Übungen erfolgreich absolviert.

Schwimmen, Radfahren und Laufen genau wie beim Triathlon, aber in entschärfter Form mit Pausen von selbstgewählter Dauer zwischendurch, standen auf dem Programm. Und das Ganze familienfreundlich in zwei Varianten für Geübte und echte Einsteiger. 600 oder 200 Meter waren im Freibad zu bewältigen, 27 oder 9 Kilometer auf dem Rad und 8,5 oder 3,4 Kilometer in Laufschuhen zurückzulegen.

Zuerst im kühlen Nass und später dann auf den in 16 Jahren bewährten Lauf- und Radstrecken vom Rankbachstadion nach Malmsheim und für die Fortgeschrittenen bis hinunter ins Würmtal waren stundenlang immer wieder größere Gruppen von Hobbysportlern zu sehen, die mit viel Spaß und Engagement die gestellten Aufgaben meisterten. "Man kommt verabredet", stellte Organisator Reinhard Bayer fest. Genau das ist auch die Grundidee des Trimmathlons: Gemeinsam Spaß haben und dabei ein selbstgestecktes sportliches Ziel erreichen.

Prämiert werden deshalb auch nicht die Schnellsten, sondern die größten Gruppen sowie die Ältesten und Jüngsten. 44 Akteure brachten die "Crazy Lazy Ghostswimmers" vom Gymnasium Renningen an den Start und sogar 49 die Mannschaft "UFC", hinter der sich Udos Freizeitclub verbarg. Trimmathlon-Methusalems waren Dieter Kuhn aus Leonberg mit 64 und Gillian Flocken aus Renningen mit 63 Jahren, Trimmathlon-Küken die beiden Renninger Geschwister Nils und Lisa Hartmann mit vier und fünf.

Ausgeweitet hat sich dafür der Einzugsbereich der Veranstaltung. Allein 37 Breitensportler kamen aus Stuttgart. Viele davon meldeten sich per Post an, auch die örtlichen Meldestellen verzeichneten mit über 200 Voranmeldungen einen Boom. "Üblich war sonst ein Drittel aller Teilnehmer, zwei Drittel waren spontan", sagt Reinhard Bayer.

Bei der Siegerehrung blickten er und sein Team, unterstützt von den örtlichen Leichtathleten, zufrieden auf einen gelungenen Trimmathlon zurück. Die Chancen stehen damit gut, dass 2006 bei der 17. Auflage des breitensportlichen Dreikampfes erstmals die 400-Teilnehmer-Marke geknackt wird.

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