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    Sebastian Mergenthaler überrascht als Dritter bei den Mehrkampfmeisterschaften

    Der SSV Ulm, Heimatvereins des Europameisters Arthur Abele im Zehnkampf, auch seit einem Jahr Verein des Renninger Mehrkämpfers Luca Dieckmann, war Ausrichter der diesjährigen württembergischen Mehrkampfmeisterschaften. Von Renningen waren Lisa Horvath im Fünfkampf und Sebastian Mergenthaler als Siebenkämpfer am Start. Beide erzielten prima Leistungen und zeigten auf, dass in Renningen in der Wintersaison, hauptsächlich ja Trainingssaison, gut gearbeitet wurde.

    Schon mal erfreulich, dass man mit Lisa Horvath eine Aktive am Start hatte. Wenn auch bei ihr nicht alles perfekt klappte, zeigte sie doch auf, dass sie sich athletisch stark verbessert hat. In einem großen Teilnehmerfeld mischte sie ganz weit vorne mit. Beim abschließenden 800m Lauf wurde sie dritte in ihrem Lauf und wäre beinahe noch auf dem 8. Platz in der Endabrechnung gelandet, also bei der Siegerehrung dabei gewesen. Bei ihren erzielten 2516 Punkten wären nur 13 Punkte mehr schon ausreichend gewesen. Dafür hätte der nur hauchdünn gerissene Versuch im Hochsprung über 1.44m und die mehr dafür erhaltenen Punkte leicht gereicht. Dafür hätten auch die Punkte gereicht, die sie mehr bekommen hätte, verschenkt durch die Unachtsamkeit, als sie mit der Hand bei der Landung in ihrem besten Weitsprung zu früh den Sand berührte.

    Richtig toll ausgewirkt haben sich die Leistungssteigerungen aber bei Sebastian Mergenthaler im Siebenkampf bei der Jugend U18. Schon beim ersten Wettbewerb, dem 60m Lauf, kämpfte er in seinem Zeitlauf um den Sieg mit. Stellte dann im Weitsprung mit 5.92m eine neue persönliche Bestleistung auf. Auch da war gar ein erster 6m Sprung möglich gewesen. Erstmals tauchte er dann nach dem Stabhochsprung im Vorderfeld der Gesamtwertung auf. Sebastian stellte seine Besthöhe ein und überwand damit als einer der wenigen im Teilnehmerfeld die 4m Höhe. Eine weitere starke Verbesserung und damit persönliche Bestweite verzeichnete er im Kugelstoßen. Hier verfehlte er zwar die 12m-Marke um wenige Zentimeter, aber seine Freude über diese deutliche Steigerung konnte das nicht schmälern. Am zweiten Tag überzeugte er dann als einer der schnellsten über 60m Hürden, erneut mit großer Verbesserung seiner Bestzeit. Für ihn selbst eine große Überraschung! Ab da ging es gegen David Frank aus Mössingen um den 3ten Rang in der Endabrechnung. David Frank war dann aber in der vorletzten Disziplin mit 1.92m der mit Abstand beste Hochspringer. Obwohl Sebastian mit 1.80m die zweitbeste Höhe aller Teilnehmer in seiner Klasse U18 überquerte und durchaus damit erfreute, schien der 3te Platz in der Endabrechnung nicht mehr möglich. Doch das Blatt wendete sich noch einmal. Im abschließende 1000m Lauf konnte Sebastian seinem Konkurrenten über 10s abknöpfen. Hauchdünn mit wenigen Punkten Vorsprung ergatterte er sich hocherfreut doch noch in der Endwertung auf den Bronzeplatz. (ug)