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    Prächtige Saison mit herausragendem Highlight

    Mittlerweile sind die Renninger Leichtathleten schon wieder einige Wochen in das Wintertraining eingetaucht. Sie versuchen mit Grundlagentraining auch für die nächste Saison gute Voraussetzungen zu schaffen. Dennoch macht es Spaß, noch einmal die Saison 2018 Revue passieren zu lassen, noch einmal die Erfolge vorbeiziehen zu lassen. Die Renninger verzeichneten fast durchweg große persönliche Steigerungen. Dies ist ein Ausdruck dafür, dass äußerst gut, sehr effizient und sehr regelmäßig trainiert wurde. Deutlich zu sehen vor allem an den Sprintstaffeln. Von den baden-württembergischen Meisterschaften kehrten sowohl das Juniorenteam, mit Tim Philippin, Martin Mergenthaler, Dominic Wichmann und Maximillian Dillitzer, als auch die Juniorinnen, mit Jasmin Pansa, Luisa Janne, Lisa Horvath und Lisa Hartmann, erfolgreich mit einem Medaillenplatz zurück. Im Gedächtnis sind geblieben der Kampf in den Sprintwettbewerben um die Zehntel, gar die Hundertstel untereinander - immer wieder ging es da auch um den Gesamtsieg - einhergehend mit persönlichen Bestleistungen. Das wirkte sich dann endlich auch einmal auf die Weitsprungleistungen aus, auch da oftmals der Kampf um wenige Zentimeter. Dominic steigerte im Laufe der Saison seine Bestleistung über 400m beträchtlich von 54s auf sehr beachtenswerte niedrige 52s-Zeiten. Eine prima Steigerung! Lisa Horvath wurde durch ihren Trainingseifer mit einem tollen Weitsprung von 5.37m belohnt. Lena Schenk näherte sich der 13s-Grenze über 100m und geizte auch sonst nicht mit Bestleistungen. Im Weitsprung übersprangen erstmals die 5m-Grenze Rick Bacher, auch Lars Banholzer. In der Saison jäh gestoppt in ihrem Tatendrang wurde leider Jasmin Pansa. In der Hallensaison brillierte sie noch als zweite über 200m bei den BW-Meisterschaften. Bei der Freiluftmeisterschaft wurde sie leider beim Versuch dies zu wiederholen mit einer Verletzung 'ausgebremst'. Besonders auffallend auch die Steigerungen von Simona. In ihrer Spezialdisziplin im Hochsprung waren gleich zu Beginn der Saison die 1.60m fällig, doch es ging rasant weiter bis 1.67m. Auch die 1.70m schienen bei dem ein oder anderen Versuch möglich, dies wäre dann schon gleichbedeutend mit Medaillen bei überregionalen Meisterschaften gewesen. Weiter gab es noch große und kleine Steigerungen der Renninger in Hülle und Fülle. Spannend das Stabhochsprungprojekt, das Mitte der Saison unter Trainer Frank Mergenthaler angegangen wurde. Toni Zimmermann, Lars Banholzer und Sebastian Mergenthaler überquerten im Laufe des Sommers erstmal die 3m-Grenze, wobei sich Sebastian mit 3.80m gar schon den 4m näherte.

    'Getopt' wurde aber alle Leistungen durch eine überragende Saison von Lisa Hartmann. Sie machte über die 400m und die 400m Hürden einen grandiosen Leistungssprung mitten in die Spitze der deutschen Langsprinterinnen hinein. Schon in der Halle überraschte sie mit Bronzemedaille über 400m. Belohnung dafür ein Länderkampf mit der deutschen Nationalmannschaft in Nantes (Frankreich). Das ging dann in der Hauptsaison im Sommer nahtlos weiter. Zuerst und als erste deutsche unterbot sie die Qualifikationsleistung über 400m Hürden für die Weltmeisterschaften der Jugend-U20. Bei den Ausscheidungsrennen des DLV siegte sie gar über 400m (flach) und hatte damit schon mal einen Platz in der Jugendnationalstaffel 4x400m von Deutschland für die WM in Tampere erobert. In Finnland verpasste sie über die Hürden zwar um wenige Hundertstel das Weiterkommen, mit der Staffel aber erreichte sie den Endlauf. Als zweite Läuferin übernahm sie den Stab als achte und letzte Mannschaft. Nach einem großartigen Lauf übergab sie an fünfter Stelle liegend. Das Feld schob sich zwischen der an zweiter Stelle liegenden Staffel und der deutschen Staffel im Verlauf des Rennens noch weiter zusammen, für eine Medaille hat es dann ganz knapp aber nicht gereicht; 'die Besten von Europa' aber blieb Deutschland. Ihre großartige Saison schloss Lisa dann noch, nur knapp geschlagen, mit der deutschen Vizemeisterschaft über 400m Hürden ab. Das bedeutete auch noch einen Start mit der deutschen Nationalmannschaft über 400m Hürden im Vorfeld der Europameisterschaft in Berlin, wobei sie hier noch einmal mit persönlichem Rekord von 58,97s aufwartete.

    Lisa, in der neuen Saison 2019 aus der Jugendklasse ausgeschieden, Jasmin Pansa, Maxi Dillitzer und Dominic Wichmann starten dann für den VfL Sindelfingen. Sicher beobachten die Renninger weiter ihren Fortgang ebenso wie bei Luca Dieckmann (hatte dieses Jahr sein 'Highlight' als Mehrkämpfer als Teilnehmer mit der Nationalmannschaft in den USA) und Velten Schneider (war wie Lisa auch bei der WM der Jugend in Finnland dabei). Ein stark verjüngtes, auch großes Team trainiert aber schon wieder eifrig bei den Renningern und gespannt beobachten wir, ob in ein bis zwei Jahren vielleicht erneut irgendwer ungewöhnlich toll abschneidet. Die Trainer hoffen aber jedenfalls, dass viele sich in der neuen Saison steigern wollen, somit in der nächsten Zeit eifrig trainieren, trainieren, trainieren. (ug)