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    Damen Bezirksliga: SpVgg Renningen : VfL Nagold 15:15 (HZ 5:6)

    Ein Hauch von Déja vu

    Am Sonntagnachmittag hatten die Damen der SpVgg Renningen den VfL Nagold zu Gast. In den vergangenen zwei Jahren sind diese Mannschaften schon häufiger aufeinandergetroffen und in fast jedem Spiel begegnete man sich auf Augenhöhe und der Endstand lautete entweder unentschieden oder die Renninger verloren nur mit einem Tor. Von verschiedenen Seiten hörte man zwar, dass die Damenmannschaft aus Nagold fast zu 100% aus neuen Spielerinnen bestand, man erwartete aber trotz allem einen harten Gegner in der Rankbachhalle. Von Beginn an war es dann auch so, dass die beiden Mannschaften auf selbem, leider aber niedrigem Niveau spielten. Auf beiden Seiten zeigten die Damen etliche Fehlpässe oder technische Fehler. Erst in der 10. Spielminute kamen die Gäste aus Nagold so langsam in Fahrt und erspielten sich einen kleinen Vorsprung von 3 Toren (2:5). Dieser Rückstand war auch der schlechten Chancenausbeute auf Renninger Seite geschuldet, welche Wurf um Wurf die Nagolder Torhüterin anschossen. In der 21. Spielminute dann die erste Schrecksekunde in der Rankbachhalle. Nach einem Rückraumwurf von Renningen lag eine der Nagolder Gegenspielerinnen schreiend am Boden und schnell wurde nach einem Rettungswagen, wegen einer stark blutenden Wunde am Auge, gerufen. Dies sollte aber nicht die einzige ernste Verletzung in dieser Partie sein. Bereits in der 24. Spielminute musste die Renninger Kreisläuferin Anne Zepp mit einer Sprunggelenksverletzung vom Platz getragen werden. Kurz vor der Halbzeitpause schafften es die Mädels vom Rankbach den Nagolder Vorsprung zu schmälern und den Anschlusstreffer zum 5:6 zu erzielen. In der Halbzeitpause erinnerte Trainerin Kerstin Steinlein noch einmal an Absprachen, die bereits vor dem Spiel getroffen wurden und bisher in keinerlei Hinsicht umgesetzt wurden. Die zweite Halbzeit begann die SpVgg Renningen zwar mit Ballbesitz, konnte diesen aber nicht in einen Treffer verwandeln und verpasste somit die Chance den Ausgleichtreffer zu erzielen. Diese Chance nutzten die Gegnerinnen sogleich und trafen in der 32. Spielminute zum 5:7. Von da an liefen unsere Renninger Damen wieder nur hinterher, wobei man schon fast froh sein musste, dass auch die Nagolderinnen etliche technische Fehler machten und sich somit nie deutlich absetzen konnten. Zugegebener Maßen lieferten unsere Mädels vom Rankbach an diesem Sonntag nicht gerade ein Spiel, dass man sich gerne anschaut. In der 49. Spielminute fasste sich Co-Trainer Jürgen Widmann dann ein Herz und nahm eine Auszeit um den Renninger Damen noch einmal so richtig ins Gewissen zu reden. Von da an war plötzlich der Knoten geplatzt und die Mädels vom Rankbach schafften es noch einmal an die Gegner heranzukommen und in der 59. Spielminute den Anschlusstreffer zu erzielen. Nun ging Renningen aufs Ganze und versuchte durch eine gewagte Manndeckung noch einmal den Ball zu erkämpfen. Tatsächlich gelang es der SpVgg ein weiteres Gegentor zu verhindern und noch einmal in Ballbesitz zu kommen. Vorne im Angriff gelang es ihnen allerdings nicht in der verbleibenden Spielzeit noch ein Tor zu schießen, aber ein Freiwurf sollte in der 60. Minute noch ausgeführt werden. So kam es wieder dazu, wie schon vor einem Jahr, dass Rückraumspielerin Brunni Scheible vor einer Mauer Nagolder Spielerinnen stand, mit der Verantwortung auf den Schultern über Niederlage oder Unentschieden. Und wieder einmal traf sie an der Mauer vorbei und sicherte so für Renningen das Unentschieden zum 15:15 Endstand. Es spielten: N. Schabel, A-K. Lange (TW), J. Benz (2), A. Jaiser (1), B. Scheible (4/1), N. Mevißen (4/1), T. Kindler, I. Pansa (1), A. Zepp, J. Kalb, K. Laier (3), J. Groß Trainer: Kerstin Steinlein, Jürgen Widmann


    12.10.17 11:44 Alter: 103 Tage