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Lisa Sophie Hartmann glänzt bei der U20-Weltmeisterschaft …. zusammen mit der deutschen 4x400m-Staffel Fünfte

Zwei Goldmedaillen und zwei aus Bronze bei den U20-Weltmeisterschaften der Leichtathleten in Tampere (Finnland) waren die Ausbeute der deutschen Nationalmannschaft. Auch andere Teams, wie die USA oder Jamaika konnten nicht viele Medaillen anhäufen. Dies zeigt, welch hohes Niveau weltweit schon in der Jugend herrscht, wie hoch die Trauben hängen, um eine gute Platzierung zu erreichen. Für diese Meisterschaft hatten sich von Renningen qualifiziert Lisa Sophie Hartmann sowohl über 400m Hürden als auch für die deutsche 4x400m-Staffel und Velten Schneider (Sindelfingen) über 3000m Hindernis.

Besonders weit kam Lisa mit der Staffel. In 3 Läufen wurden die schnellsten Staffeln ermittelt. Im Vorlauf der deutschen Mannschaft stand schon mal der Favorit, die USA, der dann auch souverän siegte. Hauchdünn wurde die deutsche Staffel von der dominikanischen Staffel bezwungen, dabei hatte sich Lisa, an zweiter Stelle laufend und auch an zweiter Stelle liegend, schon einen kleinen Vorsprung erkämpft. Ab da wurde gezittert bis nach allen Vorläufen an der Anzeigentafel Deutschland als Endlaufteilnehmer aufleuchtete.

Am letzten Tag der WM-Woche wurde als vorletzter Wettbewerb der Endlauf gestartet.

Auf der Innenbahn musste sich die deutsche Staffel, mit Anna Hofmann (SG Motor Gohlis) laufend, nach dem Start zunächst als letzte einordnen. Die USA und Jamaika stürmten davon. Nach der Übergabe des Staffelstabes hatte sich Lisa in einem großartigen Lauf schon nach 200m an das Feld herangeschoben. Bei der nächsten Übergabe zu Laura Kaufmann (LG Ohra Energie) ging es dann schon gegen die Nationen, die um Platz 3 kämpften. In der Schlussrunde schwächelte Jamaika. Sowohl Australien, wie auch Kanada und auch Deutschland mit Corinna Schwab (TV Amberg), jetzt an fünfter Stelle liegend, witterten ihre Chance auf einen Medaillenplatz. Schließlich konnte aber nur Australien 50m vor dem Ziel Jamaika einfangen. Jamaika war dann hauchdünn in 3.31,90min gegen 3.31,94 vor Canada. Deutschland in 3.32.84min kamen dicht dahinter ins Ziel - ein äußerst knapper Einlauf. Die deutsche Staffel mit einer begeisternden Lisa hatte ihre Vorlaufzeit um mehr als 3 Sekunden verbessert und stellte auch das beste europäische Team. Zu Recht stolz gab Lisa zu Protokoll: ' Wir haben das richtig gut gemacht. Wir sind Fünfte der Welt'

Für Lisa ging es auch beim Einzelstart in ihrer Spezialdisziplin den 400m Hürden ganz spannend zu. Es gab 6 Vorläufe, wobei sie im vierten einen ganz besonders schweren erwischt hat. Obwohl nur als Fünfte mit 59.74s gezeitet, verpasste sie letztendlich das Halbfinale nur hauchdünn um 5(!) Hundertstel. Ein kräftiger Gegenwind auf der Zielgeraden verhinderte eine neue Bestzeit. …auch das Weiterkommen?

Unglücklich verlief das Hindernisrennen für Velten Schneider. Er wurde nach einer Runde an einem Hindernisbalken in einen 'Stau' verwickelt. Vor ihm war ein Läufer in den Balken gelaufen und hängen geblieben. Die nachfolgenden Läufer, auch Velten, liefen auf und verloren so 3 bis 4 Sekunden. Velten überquerte den Balken schließlich in einer Art Fechterflanke, lieferte dann einen tollen Lauf ab mit zwischenzeitlichem Platz 7, konnte aber die verlorene Zeit nicht mehr gut machen, sodass ein Endlaufplatz nicht mehr in Reichweite lag. (ug)