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Seit September 2007 betreibt die SpVgg Renningen/Abteilung Handball eine Integrative Rollstuhlsportgruppe für Kinder. Die Renninger "Rollikids" treffen sich jeden Donnerstag für 1 1/2 Stunden. Unsere Gruppe steht unter dem Motto "Spiel, Spaß & Sport mit dem Rollstuhl", und keines kommt dabei zu kurz. Meist steht aber das Spielen im Vordergrund, was immer wieder als Vorbereitung für die Mobilitätsübungen dient.
Unsere Besonderheit ist, dass bei uns auch die Fußgänger im Rollstuhl sitzen, denn dadurch verschwindet meist der Unterschied zwischen behindert und nicht behindert.

Die Rollikids bestehen durchschnittlich aus 10-12 Kindern und 3 Betreuern. Los geht es bei unseren Übungsstunden immer mit einem Lied um sich erstmal aufzuwärmen. So wurde unser "Schubidua-Tanz" schon zu einer kleinen Berühmtheit weil in der vergangenen Weihnachtsfeier der ganze Saal (ca. 200 Personen) dazu animiert wurde, mitzutanzen.
Höhepunkt in diesem Jahr war unsere erstmalige Teilnahme am Renninger Stundenstaffellauf. Zu diesem Wettlauf wurden wir von der Leichtathletik Abteilung eingeladen. Wir nahmen mit einer Mannschaft teil, die von einer einfachen Beinlähmung bis zum schwerstbehinderten Tetraspastiker, der einen Rollstuhl mit Ein-Hand Antrieb fährt, verschiedenste Beeinträchtigungen aufweist. Nach kurzen Trainingsstunden schlugen wir uns beachtlich und legten in einer Stunde 16 Runden mit 8 Kindern von 4-12 Jahren zurück. Dies brachte nicht nur die Mitlaufenden Fußgänger sondern auch die meisten Zuschauer zum staunen.

Die größte Anforderung an uns als Veranstalter ist die Rollstuhlbeschaffung für Betreuer und Fußgänger Kinder. Hier half uns zu Beginn eine kleine Betriebskrankenkasse die uns alte Rollstühle die für die Verschrottung gedacht waren, spendeten. Die Kinderrollstühle müssen oft noch umgebaut werden weil Sie von Passiv-Fahrern stammen und sehr schwerfällig sind. Doch mit viel "Bettelei" bei einem Sanitätshaus, war dies auch noch zu meistern. Doch die Nicht-Behinderten Kinder nehmen dies gerne in Kauf, den bei ihnen steht der Spaß mit den Rollifahrern an erster Stelle. Und der Ehrgeiz, so gut fahren zu können wie ein richtiger Rollstuhlfahrer lässt alles andere vergessen.
